Gelenk
behandlung

RSO - Radiosynoviorthese

Die RSO ist ein seit Jahrzehnten etabliertes Verfahren zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (wie u. a. rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis) oder aktivierter Arthrosen, die mit einem Reizzustand, Reizerguss, Bewegungseinschränkungen und damit verbundenen Schmerzen einhergehen.

Seltener werden Reizzustände nach Gelenkprothesen-Versorgung, Hämophilie-Patienten mit Hämarthros (Gelenkeinblutung) oder Patienten nach Entfernung gutartiger Gelenkschleimhauttumoren (tenosynovialen Riesenzelltumoren) mit diesem Verfahren behandelt.

Nach Sicherung der Indikation einer Radiosynoviorthese durch eine Skelettszintigraphie mit Nachweis einer Synovialitis ist bei Ihnen die Durchführung dieser speziellen Gelenktherapie vorgesehen, dazu erhalten Sie vorbereitend dieses Schreiben und die beigelegte Broschüre. Absolute Kontraindikationen wie Schwangerschaft/Stillzeit, Verdacht auf eine Gelenkinfektion, Infektionen oder Hautläsionen (offene Stellen) in der Umgebung der Injektionsstelle oder eine rupturierte Bakerzyste des Kniegelenks bestehen nicht.

Ablauf der Untersuchung

Nach entsprechender Lagerung und steriler Punktion des betroffenen Gelenkes (ggf. unter Röntgenkontrolle, Prüfen der korrekten Lage der Punktionsnadel mit Röntgen-Kontrastmittel) erfolgt die Injektion einer radioaktiven Substanz in das Gelenk (für große Gelenke Yttriumcitrat (90Y), für mittlere Gelenke Rheniumsulfid (186Re) und für kleine Gelenke Erbiumcitrat (169Er). Um Reizerscheinungen nach der Behandlung vorzubeugen, wird zusätzlich ein Glukokortikoid in das Gelenk injiziert. Nach steriler Abdeckung der Punktionsstelle wird das behandelte Gelenk (und ggf. benachbarte) mit Hilfe eines straffen Verbandes bzw. einer Schiene für 2 Tage ruhiggestellt.

Der Verband und ggf. Schiene bleiben für 2 Tage unverändert und unbedingt trocken. Wir besprechen mit Ihnen, wann Verband und Schiene abgenommen werden können. Für weitere 10 Tage sollten Sie auf sportliche Aktivitäten und größere Belastungen verzichten. Dies ist für ein optimales Ergebnis der Behandlung unerlässlich.

Innerhalb von einigen Wochen / Monaten zeigt die eingebrachte Therapie durch eine Reduktion des Reizzustandes, Rückgang des Gelenkergusses, Verbesserung der Beweglichkeit und Schmerz-/Beschwerdereduktion ihre Wirkung (Gelenkinnenhautverödung).

Abhängig vom initialen Ausmaß des bestehenden Reizzustandes und damit einhergehender Beschwerden wird das optimale Therapieergebnis gelegentlich nicht in einer Sitzung erreicht. In diesem Fall kann nach skelettszintigraphischer Kontrolle etwa 6 Monate nach Therapie ggf. eine erneute Behandlung notwendig werden.

Nebenwirkungen / Komplikationen – In manchen Fällen können nach der Behandlung Reizerscheinungen im behandelten Gelenk auftreten, wie Spannungs- und Hitzegefühl, Ergussbildung und Rötung, die in der Regel durch Schonen und Kühlen zu behandeln sind. Äußerst selten kann es zu lokalen Gewebsuntergängen kommen (einschließlich Gefäß-/Nervenverletzungen) und zwar, wenn die injizierte Substanz (z. B. durch Rückfluss in den Stichkanal, bei rupturierter Bakerzyste am Kniegelenk) in das umgebende Weichgewebe gelangt und so ggf. einen chirurgischen Eingriff notwendig macht. In seltenen Fällen kann es zu einer allergischen oder fieberhaften Reaktion auf die eingebrachten Fremdstoffe kommen. Extrem selten kann es im behandelten Gelenk zu einer bakteriellen Gelenkentzündung kommen. Häufiger hingegen ist eine etwa zwei Tage anhaltende leichte Gesichtsrötung durch das Glucocorticoid. Ein mögliches Thromboserisiko wird durch vorsichtige Belastung vorgebeugt, die wir genau mit Ihnen besprechen. Selten wird die Verordnung einer medikamentösen Thromboseprophylaxe notwendig.

Mögliche Behandlungs-Alternativen wurden vorab mit den zuweisenden Kollegen (i. d. R. Rheumatologen, Orthopäden) bereits besprochen bzw. konservative Therapieoptionen vorangehend ausgeschöpft.

Untersuchungsdauer

ca. 1 bis 2 Stunden

Vorbereitung:

  • ⚠️ Bitte geben Sie Unverträglichkeiten und Allergien vollständig an.
  • ⏱️ Planen Sie für eine Behandlung am Donnerstag eine Dauer von ein bis zwei Stunden ein.
  • 👕 Tragen Sie bitte weite und bequeme Kleidung.
  • 💉 Blutverdünnende Medikamente müssen nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vor einer Gelenkpunktion pausiert werden.
  • 🚗 Bitte organisieren Sie eine Begleitperson, die Sie nach der Behandlung abholt oder fährt.
  • Hinweis: Sollten Sie zu dem vereinbarten Termin verhindert sein, bitten wir dringend um rechtzeitige Terminabsage. Die für Sie bestellte Substanz können wir nur bis zum Donnerstag der Vorwoche 9 Uhr kostenfrei stornieren, andernfalls müssten wir Ihnen die Substanzkosten in Rechnung stellen.

wichtig

Hier finden Sie den Vordruck der Einverständniserklärung für Ihre bevorstehende Behandlung. Wenn es Ihnen möglich ist, können Sie diese ausdrucken und unterschrieben zu Ihrem Termin mitbringen. Vielen Dank.

Praxis für Nuklearmedizin in Rostock.

Monique Baumann
Fachärztin für Nuklearmedizin

Alle Kassen und Privat

Zur Himmelspforte 1
18055 Rostock
Telefon: 0381- 36 76 858 -0
Telefax: 0381- 36 76 858 -9
E-Mail: info@nuklearmedizin-rostock.de

Sprechzeiten in der Praxis:
Montag – Donnerstag: 8:00 – 16:00 Uhr
Freitag: 8:00 – 13:00 Uhr
und nach Vereinbarung

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Wir werden uns schnellstmöglich, innerhalb der nächsten 48h telefonisch mit Ihnen bezüglich einer konkreten Terminabsprache mit Ihnen in Verbindung setzten.

Schilddrüsensonographie

Mit Hilfe der Schilddrüsenszintigraphie wird die Stoffwechselfunktion der gesamten Schilddrüse beurteilt

Knochen-/Skelettszintigraphie

Die Knochen- oder Skelettszintigraphie dient überwiegend der Darstellung des Knochenstoffwechsels.

Herz-/Myokardszintigraphie

Die Herz- oder Myokardszintigraphie ist eine schonende, nicht invasive Untersuchung, mit der wir beurteilen können, wie gut der Herzmuskel mit Blut versorgt wird.

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Die Lungenszintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, welches zum einen der Darstellung der Lungenbelüftung und Durchblutung der Lunge.

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Die Nierenszintigraphie ist eine schonende nuklearmedizinische Untersuchung, mit der die Funktion beider Nieren getrennt voneinander beurteilt werden kann.

Nebenschilddrüsenszintigraphie

Die Nebenschilddrüsenszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Detektion vergrößerter Nebenschilddrüsen.

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