Radiosynoviorthese (RSO) – Effektive Therapie bei entzündlichen Gelenkerkrankungen

Die Radiosynoviorthese (RSO) ist ein etabliertes nuklearmedizinisches Therapieverfahren zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen mit Synovitis, insbesondere bei Erkrankungen aus dem Rheumatischen Formenkreis (z. Bsp. Rheumatoider Arthritis aber auch anderen chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen, auch nach Gelenk-OPs und vor Prothesen-OPs) zum Einsatz und wird seit über 20 Jahren erfolgreich zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung angewendet.

Wie funktioniert die Radiosynoviorthese?

Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen ist die Synovialis (Gelenkschleimhaut) oft verdickt und überaktiv, was zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führt. Die RSO zielt darauf ab, diese entzündliche Gelenkschleimhaut gezielt von innen zu bestrahlen.

Injektion des Radionuklids:
Unter sterilen Bedingungen und bildgebender Kontrolle (z. B. Ultraschall oder Durchleuchtung) wird eine schwach radioaktive Substanz (Radionuklid) direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Je nach Gelenkgröße werden unterschiedliche Radionuklide verwendet:

  • Yttrium-90für große Gelenke (z. B. Knie)
  • Rhenium-186für mittelgroße Gelenke (z. B. Schulter, Ellenbogen)
  • Erbium-169für kleine Gelenke (z. B. Finger, Zehen)

Therapeutische Wirkung:

Die injizierte radioaktive Substanz setzt Beta-Strahlung frei, die nur wenige Millimeter in das Gewebe eindringt. Dadurch wird die entzündete Gelenkschleimhaut gezielt reduziert, ohne umliegendes Gewebe zu schädigen. Die Entzündung wird eingedämmt, und der Gelenkschmerz kann nachhaltig gelindert werden.

Erholungsphase:

Nach der Injektion sollte das behandelte Gelenk für etwa 48 Stunden geschont werden, um eine optimale Verteilung des Radionuklids in der Gelenkkapsel zu gewährleisten. Die volle Wirkung entfaltet sich in der Regel innerhalb von sechs bis zwölf Wochen.

Welche Vorteile bietet die RSO?

Gezielte Behandlung direkt am Entzündungsort Langfristige Schmerzreduktion und verbesserte Beweglichkeit Ambulantes Verfahren ohne lange Erholungszeiten Geringe Nebenwirkungen im Vergleich zu systemischen Therapien Reduzierter Bedarf an Schmerzmitteln oder Kortison

Sicherheit und Verträglichkeit

Die RSO ist ein gut verträgliches Verfahren mit minimalen Nebenwirkungen. Die Strahlenbelastung für den Körper ist äußerst gering, da die Beta-Strahlung nur im Gelenk wirkt. Systemische Strahlenwirkungen sind daher ausgeschlossen.

Praxis für Nuklearmedizin in Rostock.

Monique Baumann
Fachärztin für Nuklearmedizin

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